✉️ Mail auf der eigenen Domain
Wer schon eine eigene Domain hat, will irgendwann auch die passende Mailadresse. Der erste Gedanke als Homelab-Bastler: „Dann baue ich mir halt einen Mailserver.“ Spoiler: lieber nicht.
Warum kein eigener Mailserver?
- Kein öffentliches IPv4: Viele Privatanschlüsse (bei mir DS-Lite) lassen eingehende Mails auf Port 25 gar nicht durch.
- Kein Reverse-DNS: Ohne passenden Rückwärts-Eintrag landen eigene Mails bei Gmail & Co. sofort im Spam.
- Ruf der Adresse: Privatanschlüsse stehen bei vielen Mailanbietern grundsätzlich unter Verdacht.
Die Lösung: gehostetes Postfach, eigene Domain
Ich habe die Anbieter verglichen. Lockangebote wie „3 € im Monat“, die nach einem halben Jahr auf 11 € springen, sind rausgeflogen. Gewonnen hat Migadu: 19 Dollar im Jahr, beliebig viele Adressen – die Grenze ist nur die Zahl der Mails pro Tag, und die reicht für eine Familie locker.
Die DNS-Einträge
Damit Mails ankommen und nicht im Spam landen, braucht es eine Handvoll Einträge: MX (wohin die Post
geht), SPF (wer im Namen der Domain senden darf), DKIM (digitale Unterschrift) und
DMARC (was mit Fälschungen passiert). Dazu Einträge, damit Outlook & Handy das Postfach automatisch
finden. Wichtig bei Cloudflare: Mail-Einträge nie durch den Proxy schicken.